Containerheim

Containerheim

gemeinsamer Ausflug nach Molfsee

gemeinsamer Ausflug nach Molfsee

P R E S S E M I T T E I L U N G

Wer sind wir?
Wir sind Menschen, die hauptsächlich aus Elmschenhagen und Kroog kommen und den Flüchtlingen in guter Nachbarschaft zur Seite stehen wollen. Wir haben unterschiedliche Berufe bzw arbeiten nicht (mehr) und versuchen, ehrenamtlich mit dem, was wir können und was uns Spaß macht, den Flüchtlingen das Einleben und das Leben hier leichter und angenehmer zu machen. Wir sind nicht alle gleich – und daher machen wir auch nicht alle alles, sonder jede/r macht das, was sie oder er kann und mag – wenn die Zeit dafür da ist. Einmal im Monat treffen wir uns – jeweils im Wechsel – am 3. Montag oder am 3. Mittwoch im Monat.

Wer sind die Geflüchteten?

Die Flüchtlinge in Elmschenhagen wohnen in den Containern im Ellerbeker Weg und zum Teil auch in Wohnungen. Die Bewohner der Unterkunft sind (zumeist junge) Männer, größtenteils aus Eritrea, Syrien, Armenien, Aserbaidschan und dem Jemen oder Irak. Von ihnen sind viele bereits über ein anderes EU-Land nach Deutschland gekommen, d.h., sie können wegen der „Dublin III-Verordnung“ nicht in jedem Fall sicher sein, hier bleiben zu können. Viele sind traumatisiert von der Flucht. Einige lernen Deutsch, andere sind in verschiedenen Sportarten aktiv; auch eine Schach- und eine Malgruppe werden angeboten und angenommen.

Sie haben die unterschiedlichsten Bildungshintergründe, sie haben die verschiedensten Berufe gelernt und ausgeübt, haben begonnen zu studieren oder hatten bisher nicht die Chance, die Bildung zu erhalten, die sie für sich wünschen. In ihrer jetzigen Situation fehlt es ihnen oft an konkreten Aufgaben, Strukturen und Perspektiven. Viele Familienväter versuchen, ihre Familien nachkommen zu lassen, denn in vielen Herkunftsländern sind diese ihres Lebens nicht sicher.

Was machen wir mit den Flüchtlingen und für sie?

Ganz allgemein wollen wir helfen, wenn Hilfe benötigt wird, z.B.

  • beim Deutschlernen
  • bei der Einrichtung von Wohnungen,
  • in der gemeinsamen Gestaltung von Freizeit – ob sportlich, mit Bildung, Ausflügen oder gemeinsamem Kochen und Essen und
  • beim Kirchenasyl.

Wir arbeiten eng mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein zusammen und versuchen, mit Hilfe der Netzwerkpartner (s.u.) in konkreten schwierigen Lebenssituationen juristische und soziale Beratung zu vermitteln.

Wir sammeln Geld, wenn besondere Erfordernisse anliegen.Außerdem unterstützen wir die Anwohner darin, einen Garten nebst Gewächshaus und Hochbeeten anzulegen und zu pflegen.

Was machen wir in der Kommunikation mit anderen?

Wir sind Mitglied im Netzwerk der Stadt Kiel, das es im Bereich „Flüchtlinge und Begleitung für Flüchtlinge“ gibt. Alle 3 Monate finden hier große Treffen zum Austausch untereinander statt. Wir erfahren dadurch z.B., wann es Fortbildungen oder Veranstaltungen für uns/oder die Flüchtlinge gibt, aber auch, was andere Initiativen machen und wo man sich welche Hilfe für welche Gelegenheit suchen kann.

Wir sind auch Teil des Bündnisses „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen! Für Demokratie und Toleranz“ und stehen hinter den Werten und Zielen dieses Bündnisses (s. Resolution). Dies ist wichtig für unser gemeinsames Selbstverständnis als Initiative, denn wir wollen auch bei Demonstrationen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltungen für eine Änderung der Flüchtlingspolitik und mehr Toleranz in der Bevölkerung eintreten.

Gleichzeitig wollen wir in Kiel durch Informationen für Verständnis unserer Forderungen/ Wünsche sorgen. Stadtteilfeste, Sportereignisse u.A. sind gute Gelegenheiten, mit Flüchtlingen gemeinsam etwas zu unternehmen und sie selbstverständlich in unserer Nachbarschaft aufzunehmen.

RESOLUTION

Das Bündnis setzt sich für eine weltoffene und freie Kiel Region ein und tritt jeglicher Form menschenverachtender Haltungen konsequent entgegen. Wir sehen uns als Teil einer aktiven Zivilgesellschaft, die sich uneingeschränkt für die Weltoffenheit in unserer Gesellschaft einsetzt. Wir treten insbesondere für die Menschen ein, die unseres Schutzes und unserer Hilfe bedürfen. Wir dürfen keine Flüchtlinge und Asylbewerber/innen, an deren Fluchtgründen auch die Industrieländer beteiligt sind, abweisen. Niemand ist illegal und darf wegen seiner Herkunft und seines Glaubens ausgegrenzt oder diskriminiert werden.

Wir machen uns für unsere Demokratie, für unsere Freiheit, für unseren friedlichen und sozialen Zusammenhalt stark. Unsere Region muss weltoffen, tolerant und solidarisch bleiben.

Das Bündnis schließt sich bundesweit all den Menschen an, die sich gegen die dumpfen Vorurteile und Fremdenhass wenden. Wir tolerieren keine Form von Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus. Gerade durch den zunehmenden Zulauf für die islamfeindliche Bewegung Pegida fühlen wir uns berufen konsequent NEIN zu sagen und wenden uns zugleich an alle Menschen, die sich für eine bunte, freie und offene Gesellschaft einsetzen. Das Bündnis nimmt damit eine klare Position gegen die Pegida ein und wird sich denjenigen, auch vor Ort, in den Weg stellen.

Wir freuen uns über alle, die bei uns mitmachen wollen und mit neuen Ideen und tatkräftiger Unterstützung unsere Aktivitäten bereichern.

Ansprechpartnerin der Initiativen
Rahel Rath
Tel: (0431) 71 98 74 34
E-Mail: willkommenskulturEh@ki.tng.de

Leiter der Unterkunft

Stefan Schoneboom
E-Mail: elmschenhagen@cvkev.de

Auch kleine Spenden sind willkommen!

Unser Spendenkonto:
Kontoinhaber „Christlicher Verein“
Förde Sparkasse
IBAN: DE43 2105 0170 0095 1236 00
Verwendungszweck: „Willkommenskultur in Elmschenhagen“ (unbedingt angeben! )

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